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Schweigemarsch statt Demo in Düsseldorf

Der dbb hat auf Grund des tragischen Flugzeugabsturzes am 24. März 2015 in Frankreich die heute (25. März 2015) in Düsseldorf stattfindende Demonstration zur Einkommensrunde 2015 in einen Schweigemarsch umgewandelt.

Düsseldorf, 25. März 2015. „Eigentlich wollten wir auf dem Burgplatz in Düsseldorf hart und lautstark mit den Arbeitgebern der Länder ins Gericht gehen und gewerkschaftliche Entschlossenheit demonstrieren,“ erklärte Roland Staude, 1. Vorsitzender des DBB Nordrhein-Westfalen, vor der Veranstaltung. „Aber angesichts der Tragödie um Flug 4U9525 treten alle unsere berechtigten Anliegen und Forderungen heute in den Hintergrund.“

In Nordrhein-Westfalen sei heute ein Tag tiefer Trauer, so Staude weiter: „Unser aller Solidarität und Anteilnahme gilt in dieser Situation den Opfern der Flugkatastrophe, ihren Angehörigen, Freunden und Kollegen. Auch wenn wir am Wochenende in Potsdam wieder unsere berechtigten Einkommensforderungen vorbringen und mit der Tarifgemeinschaft der Länder um einen Kompromiss ringen werden, relativieren sich an diesem Tag alle politischen Auseinandersetzungen, und der Blick richtet sich auf das wirklich Wesentliche.“
 
Fotos@Eduard N.Fiegel
 
Andreas Hemsing, Mitglied in der Verhandlungskommission des dbb und stellvertretender NRW-Landesvorsitzender der komba gewerkschaft, zur heutigen Veranstaltung: „Die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, anstatt einer Demo einen Schweigemarsch durchzuführen, war sehr groß. Nichtsdestotrotz wissen wir, dass am Samstag die Verhandlungen in die 4. Runde gehen – dort erwarten wir natürlich Ergebnisse. Jedoch galt es, Prioritäten zu setzen. Heute zeigten wir unser Mitgefühl und Anteilnahme für die Opfer und Hinterbliebenen anstatt gewerkschaftspolitische Forderungen im Rahmen der Tarifverhandlungen.“

Wie viele andere kombanerinnen und kombaner, ist auch Ira Leifgen, Vorsitzende des komba Ortsverbandes Rhein-Kreis Neuss, trotzdem nach Düsseldorf gekommen: „Uns war es wichtig, Solidarität und Anteilnahme zu zeigen. Anstatt laute Kundgebung stilles Schweigen und Gedenken – eben dem Anlass entsprechend.“

Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich auf eine Fortsetzung der Verhandlungen am 28./29. März in Potsdam geeinigt. Ob dieses Treffen Fortschritte oder gar ein ordentliches Angebot der Arbeitgeberseite bringt, bleibt abzuwarten.

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